Aktivkohle
Aktivkohle ist ein hochporöser Kohlenstoff mit einer außergewöhnlich großen inneren Oberfläche, die durch ein weit verzweigtes Netzwerk aus Mikro-, Meso- und Makroporen entsteht. Diese Porenstruktur ermöglicht eine besonders hohe Adsorptionskapazität für Gase, Dämpfe und gelöste Stoffe. Die Herstellung von Aktivkohle aus nicht-porösen, kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterialien wird als Aktivierung bezeichnet. In diesem Prozess werden Rohstoffe wie Holz, […]
Zeolithe
Zeolithe sind eine Klasse von mineralischen oder synthetischen Alumosilikaten, die eine poröse Kristallstruktur besitzen. Sie bestehen aus Aluminium, Silizium, Sauerstoff und oft aus zusätzlichen Kationen wie Natrium, Kalium, Calcium oder Magnesium. Zeolithe sind besonders bekannt für ihre Fähigkeit, Moleküle selektiv zu adsorbieren und Ionen auszutauschen, was sie in vielen industriellen Anwendungen äußerst nützlich macht. Eigenschaften […]
Thermokatalyse
Die Thermokatalyse ist ein Verfahren, bei dem chemische Reaktionen durch die kombinierte Wirkung von Wärme (Thermo) und einem Katalysator beschleunigt werden. Sie ist eine der am häufigsten eingesetzten Techniken in der chemischen und petrochemischen Industrie, da sie es ermöglicht, Reaktionen bei geringeren Temperaturen, höheren Geschwindigkeiten und mit größerer Selektivität durchzuführen. Grundlagen der Thermokatalyse Anwendungen der […]
Promotor
Ein Promotor ist eine Substanz, die die Aktivität eines Katalysators verbessert, ohne selbst katalytisch aktiv zu sein. Promotoren wirken unterstützend, indem sie die Effizienz oder Selektivität einer chemischen Reaktion erhöhen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil vieler industrieller Prozesse, bei denen Katalysatoren eingesetzt werden. Funktion eines Promotors
Inhibitor
Ein Inhibitor ist eine Substanz, die die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion verringert oder sie vollständig stoppt, ohne dabei dauerhaft verbraucht zu werden. Inhibitoren finden in einer Vielzahl von chemischen, biologischen und industriellen Prozessen Anwendung, insbesondere zur Kontrolle unerwünschter Reaktionen.
Festbettreaktor
Ein Festbettreaktor ist ein chemischer Reaktor, in dem die Katalysator- oder Reaktionsmasse in einer festen Phase (als „Festbett“) vorliegt, während die Reaktanten in einer flüssigen oder gasförmigen Phase durch das Bett strömen. Dieser Reaktortyp wird häufig in der chemischen Industrie eingesetzt, insbesondere in katalytischen Prozessen, wie der Ammoniaksynthese, der Hydrierung oder der Oxidation.
Co-Katalysator
Ein Co-Katalysator ist eine Substanz, die zusammen mit dem Hauptkatalysator in einer chemischen Reaktion verwendet wird, um dessen Aktivität, Selektivität oder Stabilität zu verbessern. Co-Katalysatoren sind keine eigenständigen Katalysatoren, da sie allein die Reaktion nicht signifikant beschleunigen können, aber sie unterstützen und optimieren die Funktion des Hauptkatalysators.
Batch-Reaktor
Ein Batch-Reaktor ist ein geschlossener Reaktionstyp, der zur Durchführung chemischer oder biochemischer Reaktionen verwendet wird. Dabei werden alle Reaktanten (Edukte) zu Beginn der Reaktion in den Reaktor gegeben, und es erfolgt keine kontinuierliche Zufuhr oder Abfuhr von Stoffen während der Reaktion. Der Prozess wird so lange durchgeführt, bis die gewünschte Umwandlung erreicht ist.
Wassergas-Shift-Reaktion
Die Wassergas-Shift-Reaktion (englisch: Water-Gas Shift Reaction, WGS) ist eine chemische Reaktion, die bei der Wasserstoffproduktion aus Kohlenwasserstoffen oder Kohle eine zentrale Rolle spielt. Sie wird typischerweise als Folgereaktion in Prozessen wie der Dampfreformierung eingesetzt. Bedeutung der Reaktion Reaktionsbedingungen Die Wassergas-Shift-Reaktion läuft in zwei Stufen ab, um eine optimale Wasserstoffproduktion zu gewährleisten: Anwendungen Die Wassergas-Shift-Reaktion wird […]
Dampfreformierung
Die Dampfreformierung (auch als Steam-Reforming bezeichnet) ist ein industrielles Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff (H₂) aus kohlenwasserstoffhaltigen Verbindungen, wie Methan (CH₄) oder anderen fossilen Brennstoffen. Es handelt sich um einen chemischen Prozess, bei dem diese Verbindungen unter Zugabe von Wasserdampf bei hohen Temperaturen und unter Einsatz eines Katalysators in Wasserstoff und Kohlenmonoxid (CO) umgewandelt werden.
