Schadensanalyse
Ursachenanalyse bei Katalysator- und Reaktorschäden
Geschmolzene Katalysatoren, starke Rußbildung, verstopfte Reaktoren, unerwartete Produktzusammensetzungen oder ein vollständiger Reaktionsstillstand – solche Schadensbilder gehören zur Realität chemischer und verfahrenstechnischer Anlagen. Hinter jedem Schaden steckt eine Ursache. Diese ist jedoch selten auf den ersten Blick erkennbar.
Unsere Experten analysieren Schadensfälle mit technischem Tiefgang, langjähriger Praxiserfahrung und einem systematischen Vorgehen. Oft beginnt eine Untersuchung mit dem Satz: „Wir haben nichts geändert.“ Am Ende steht ein belastbares Gutachten, das die tatsächlichen Ursachen nachvollziehbar dokumentiert und konkrete Maßnahmen zur Vermeidung zukünftiger Schäden ableitet.

Jeder Schaden ist ein neuer Fall
Kein Schadensfall gleicht dem anderen. Gerade die komplexen Zusammenhänge zwischen Prozessführung, Katalysatorverhalten, Rohstoffqualität, Temperaturprofilen und Anlagenzustand machen die Analyse anspruchsvoll. Typische Schadensbilder sind:
- geschmolzene oder deaktivierte Katalysatoren
- Ruß- und Kohlenstoffablagerungen
- Staubbildung: verstopfte Reaktoren oder Rohrleitungen
- hot spots und lokale Übertemperaturen
- unerwartete Nebenprodukte
- vollständiger Ausfall der Reaktion
- Korrosions- und Materialschäden
- defekte Senorik und Analytik
Unsere Arbeit hat häufig einen kriminalistischen Charakter: Wir sichern Daten vor Ort, prüfen Hypothesen, rekonstruieren Abläufe und bewerten Wechselwirkungen, bis die Ursache eindeutig belegt ist.
Systematische Ursachenanalyse nach anerkannten Methoden
Für eine belastbare Schadensaufklärung kombinieren wir bewährte Methoden der Qualitäts- und Zuverlässigkeitstechnik:
- FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse)
- VDI-Richtlinie 3822 – Schadensanalyse
Fault Tree Analysis (FTA) - Ishikawa-/Fishbone-Diagramme
- Mind Maps und strukturierte Hypothesenbildung
- 8D-Report
Durch diese strukturierte Vorgehensweise stellen wir sicher, dass nicht nur die unmittelbare Schadensursache, sondern auch die zugrunde liegenden systemischen Schwachstellen identifiziert werden.


Typische Ursachen, die wir aufdecken
In zahlreichen Projekten konnten wir unter anderem folgende Ursachen nachweisen:
- Katalysatorvergiftung
- Übertemperatur und thermische Schädigung
- explosionsfähige Gemische
- Änderungen der Feed-Gas-Zusammensetzung
- ungünstige Strömungsverhältnisse
- lokale Hot Spots
- Korrosion und Materialdegradation
- Fehlfunktionen von Mess- und Regeltechnik
Oft sind es kleine, scheinbar unbedeutende Änderungen, die in ihrer Wechselwirkung zu erheblichen Schäden führen.
Ihr Nutzen
- Schnelle Identifikation der Schadensursache
- Minimierung von Stillstandszeiten
Vermeidung wiederkehrender Schäden - Technisch belastbare Entscheidungsgrundlage
- Dokumentation nach anerkannten Richtlinien und Methoden

Unser Leistungsumfang
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