Das Fluid Catalytic Cracking (FCC) ist ein Verfahren der modernen Erdölraffination zur Umwandlung schwerer Vakuumdestillate und Rückstandsöle in wertvolle Leichtprodukte wie Benzin, Diesel und petrochemische Olefinfraktionen. Im FCC-Prozess werden langkettige Kohlenwasserstoffe bei Temperaturen von etwa 480–550 °C und moderaten Drücken in einem Steigrohrreaktor (Riser) mit einem fluidisierten Feststoffkatalysator in Kontakt gebracht, wobei C–C-Bindungen selektiv gespalten werden.
Der Prozess umfasst die Rohstoffvorbehandlung, die katalytische Crackreaktion, die kontinuierliche Katalysatorregeneration sowie die Fraktionierung der Produktdämpfe. Als Katalysatoren kommen überwiegend zeolithbasierte Systeme, insbesondere stabilisierte Zeolith-Y-Typen in oxidischen Matrizen, zum Einsatz. Diese zeichnen sich durch hohe Aktivität, thermische und hydrothermale Stabilität sowie optimierte Partikeleigenschaften aus und ermöglichen hohe Umwandlungsraten sowie eine gezielte Produktselektivität zu hochoktanigem Benzin und Propylen.
FCC-Anlagen bieten Raffinerien eine hohe Einsatzstoffflexibilität, effiziente Energienutzung und eine gute Anpassbarkeit an wechselnde Marktanforderungen. Durch den Einsatz geeigneter Zeolith- und Adsorbensqualitäten in der Rohstoffvorbehandlung und Gasaufbereitung lassen sich Prozessstabilität, Anlagenschutz und Standzeiten nachhaltig optimieren.
