
Zum Schutz von Reformierkatalysatoren und für eine effiziente Wasserstoffproduktion ist eine gründliche Desulfurierung von Kohlenwasserstoffen unerlässlich. In einem zweistufigen Verfahren werden organische Schwefelverbindungen zunächst mit Wasserstoff in Gegenwart eines Co-Mo-basierten Hydrodesulfurierungskatalysators wie HDMax 200 umgesetzt. Dabei entsteht Wasserstoffsulfid (H₂S) als Reaktionsprodukt.
Im zweiten Schritt wird das H₂S an einem Zinkoxid-Adsorber wie ActiSorb S2 chemisch gebunden (ZnO + H₂S → ZnS + H₂O), sodass die Kohlenwasserstoffe schwefelfrei weiterverarbeitet werden können.
Die Hydrodesulfurierung findet auch Anwendung in der Synthesegasreinigung, um COS zu entfernen und Fe-basierte Water Gas Shift-Katalysatoren (ShiftMax 120 HCF) zu schützen. Hierbei wird COS durch Wasserstoff zu CO₂ und H₂S konvertiert, und das H₂S anschließend ebenfalls durch den nachgeschalteten Zinkadsorber ActiSorb S2 entfernt.
Dieses Verfahren gewährleistet eine zuverlässige Schutzwirkung für Katalysatoren und eine hohe Reinheit des Synthesegases.